Kosten

Mit welchen Kosten müssen Sie rechnen?

Zeithonorar, Pauschalhonorar oder Abrechnung „nach Tarif“ – es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie Rechtsanwälte ihre Leistungen abrechnen können.

Wenn du im Recht bist, kannst du dir leisten, die Ruhe zu bewahren, und wenn du im Unrecht bist, kannst du dir nicht leisten, sie zu verlieren.Mahatma Gandhi

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Allgemeine Geschäftsbedingungen

Was kostet ein Rechtsanwalt in Vorarlberg?

Wenn ein Rechtsanwalt mit dem Klienten keine Vereinbarung hinsichtlich des Rechtsanwaltshonorars trifft, hat er seine Leistungen „nach Tarif“ abzurechnen. Zur Anwendng kommen das Rechtsanwaltstarifgesetz und/oder die vom österreichischen Rechtsanwaltskammertag verlautbarten Allgemeinen Honorarkriterien. Dort ist geregelt, wie hoch das Honorar des Rechtsanwaltes für die jeweilige Leistung ist. Wesentlich für die Höhe des Honorars ist die sogenannte Bemessungsgrundlage, auch bezeichnet als Streitwert, weshalb es stets sehr wichtig ist, beim Rechtsanwalts nachzufragen, wie hoch der Streitwert bzw. die Bemessungsgrundlage ist.

Wenn der Anspruch, der geltend gemacht werden soll, in Geld besteht, so bildet die Geldforderung die Bemessungsgrundlage bzw. den Streitwert.

Wenn keine Geldforderung geltend gemacht wird, ist auf das Rechtsanwaltstarifgesetz und die Allgemeinen Honorarkriterien zurückzugreifen. In diesen Gesetzen ist vorgesehen, wie hoch die Bemessungsgrundlage für nicht in Geld bestehende Ansprüche ist. Je höher die Bemessungsgrundlage, desto höher fällt das „Honorar nach Tarif“ aus.

Abrechnung nach Stundensatz / Vereinbarung einer Bemessungsgrundlage

Als Grundsatz kann festgehalten werden: Je höher die Bemessungsgrundlage, desto mehr kostet der Rechtsanwalt. Gerade wenn es um hohe Beträge geht oder zum Beispiel in einem Ehescheidungsverfahren mit viel Vermögen im Hintergrund sollte mit dem Rechtsanwalt daher eine klare Honorarvereinbarung getroffen werden.

In solchen Fällen ist der Vereinbarung Vereinbarung eines Stundenhonorars oder der Vereinbarung einer (niedrigeren) durchgängigen Bemessungsgrundlage in den meisten Fällen der Vorzug zu geben.

Vereinbarung eines Pauschalhonorars

Einer Pauschalhonorarvereinbarung zwischen Rechtsanwalt und Klient ist dann der Vorzug vor allen anderen Abrechnungsarten zu geben, wenn der Arbeitsaufwand des Rechtsanwaltes im Vorhinein klar abschätzbar ist (etwa bei Liegenschaftskaufverträgen, Verbücherungen im Grundbuch, Vertragserrichtungen).

 

Weitere Informationen zur gesetzlich geregelten Berechnung der Rechtsanwaltskosten finden Sie im  Ratgeber vom Rechtsanwaltskammertag bzw. auf der Homepage der Liechtensteinischen Rechtsanwaltskammer.